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Britische Königin unterstützt Forschungsprojekt der Prinz-Albert-Gesellschaft

10.01.2005 - (idw) Universität Bayreuth

Die Prinz-Albert-Gesellschaft (Coburg) beginnt das neue Jahr mit einem großen Forschungsprojekt: Sammlungsbestände zu den deutsch-britischen Beziehungen im 19. Jahrhundert, die heute in Coburg und Windsor aufbewahrt werden, sollen zusammenführend ermittelt, dokumentiert und präsentiert werden. Durch die Sichtung und thematisch-sachliche Systematisierung und Zuordnung des Überlieferungsgutes soll eine neue Anschauung vermittelt werden für die deutsch-britischen Beziehungen im 19. Jahrhundert vornehmlich in der Zeit vor dem deutschen Nationalstaat. Die britische Königin unterstützt das Projekt. Bayreuth/Coburg (UBT). Die Prinz-Albert-Gesellschaft (Coburg) beginnt das neue Jahr mit einem großen Forschungsprojekt: Sammlungsbestände zu den deutsch-britischen Beziehungen im 19. Jahrhundert, die heute in Coburg und Windsor aufbewahrt werden, sollen zusammenführend ermittelt, dokumentiert und präsentiert werden. Durch die Sichtung und thematisch-sachliche Systematisierung und Zuordnung des Überlieferungsgutes soll eine neue Anschauung vermittelt werden für die deutsch-britischen Beziehungen im 19. Jahrhundert vornehmlich in der Zeit vor dem deutschen Nationalstaat.
Dazu werden britische und deutsche Historiker in den Museen, Bibliotheken und Archiven in Coburg und Windsor forschen. Ihre Ergebnisse werden in Ausstellungen in Coburg und Windsor zugänglich gemacht; begleitende Symposien arbeiten die Thematik wissenschaftlich auf. Die Projekterträge werden schließlich auch im Druck publiziert.
Das Projekt wird möglich, weil Königin Elisabeth II. die Mitarbeit der Royal Collection genehmigt hat, was ein besonderes Entgegenkommen des britischen Königshauses darstellt - insbesondere in Hinblick auf den erstmals gewährten freien Zugang zu den Royal Archives.
Die Federführung liegt bei dem Projektinitiator Prof. Dr. Franz Bosbach, Bayreuther Ordinarius für Geschichte der Frühen Neuzeit und Präsident der Prinz-Albert-Gesellschaft. Als weitere Institution Oberfrankens ist das Centre for British Studies in Bamberg (Prof. Dr. Christa Jansohn) beteiligt. Kooperationspartner in Großbritannien sind die Universität Kingston (Dr John R. Davis) und das Deutsche Historische Institut in London (Dr. Karina Urbach).
Ausstellungen und Symposien sind für September 2006 in Coburg und London geplant.
Drittmittelgeber sind bis jetzt die Oberfrankenstiftung, die Niederfüllbacher Stiftung, die Stadt Coburg, das deutsche Auswärtige Amt sowie das Deutsche Historische Institut in London.
Die von der Stadt Coburg und der Universität Bayreuth 1981 gegründete Prinz-Albert-Gesellschaft, deren Patron der Herzog von Edinburgh ist, widmet sich speziell der interdisziplinären Interpretation der deutsch-britischen Beziehungen, indem sie jedes Jahr in Coburg eine einschlägige öffentliche deutsch-britische Veranstaltung organisiert und die Ergebnisse in der Reihe der Prinz-Albert-Studien (bisher 22 Bände) publiziert. In diesem Rahmen werden auch Wirkung und Bedeutung des Namensgebers der Gesellschaft, des Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819-1861), des Ehemanns der britischen Königin Victoria, gewürdigt. Der Ansatz geht weit über die biographische Thematik hinaus und nimmt den gesamten Komplex britisch-deutschen Austausches in Politik, Kultur und Wirtschaft in den Blick.
Leben und Wirken des Coburger Prinzen besitzen einen hohen paradigmatischen Wert für Fragen nach den Gestaltungsmöglichkeiten der deutsch-britischen Beziehungen, nach Wahrnehmungsmustern und Vergleichen in Deutschland und England sowie nach Formen und Verfahren des Kulturtransfers. Voraussetzung für die fruchtbare Bearbeitung solcher Frageansätze sind aber der Zugang zu den Quellen und eine systematische Durchmusterung bislang weitgehend vernachlässigter Sammlungsbestände, was besonders für die Zeit des Prinzen Alberts bisher ein Desiderat ist. So konnte noch kein zuverlässiger Überblick über die Sammlungen und ihre Objekte gewonnen werden, die in dieser Epoche erwachsen sind und sich heute auf die Royal Collection des britischen Königshauses sowie auf die Sammlungen in Coburg verteilen. Die Entscheidung der britischen Königin schafft hierfür neue Voraussetzungen.


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