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Startschuss für die Modell-Universität Lüneburg

13.01.2005 - (idw) Universität Lüneburg

Seit dem 1. Januar 2005 gibt es in Niedersachsen eine neue Universität, die Modelluniversität Lüneburg, die aus der Fusion der Fachhochschule Nordostniedersachsen und der Universität Lüneburg hervor gegangen ist.
Jetzt trat erstmals der Senat der neuen Universität zusammen und Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann nahm dies zum Anlass, im Rahmen einer Auftaktveranstaltung die Dimension dieser Entwicklung nochmals in den Blick zu rücken: "Die fusionierte Universität Lüneburg ist bundesweit ein einzigartiges hochschulpolitisches Projekt", so Stratmann in seiner Ansprache, "Sie wird, daran habe ich keinen Zweifel, ein Erfolgsmodell und beispielhaft für die Reformprozesse anderer Hochschulen in Niedersachsen und bundesweit werden." Er nannte rückblickend nochmals die Gründe, die für die Fusion in Lüneburg gesprochen haben:
Durch den Zusammenschluss entstehe eine mittelgroße Hochschule, die durch ihre Ausstattung, ihr qualitatives und quantitatives Forschungspotential international wettbewerbsfähig werde.
Die konsequente Umstellung des Studienangebotes auf die Bachelor-/Master-Struktur werde zu kleineren Lerngruppen führen und so die Studienbedingungen verbessern. Außerdem trügen auch die Vermittlung von Zusatzqualifikationen während des Studiums und der besondere Stellenwert der Interdisziplinarität dazu bei, die neue Universität gerade für Studierende besonders attraktiv zu machen.
Die Universität Lüneburg, so Stratmann weiter, sei eine Reformuniversität, die die scharfe Linienziehung zwischen Fachhochschule und Universität überwinde und so eine Grenze überschreite. Sie zeichne sich aus durch sowohl eine eindeutige Wissenschaftsorientierung als auch gleichzeitig eine Betonung des Anwendungsbezuges.
Und schließlich: Für die neuen Studiengänge der Universität werde die Frage der Zugangsvoraussetzungen künftig nicht mehr formal, sondern inhaltsabhängig beantwortet. So könnten Barrieren überwunden und neue Bildungschancen eröffnet werden.

Stratmann rief die Lüneburger Hochschulangehörigen dazu auf, nicht nach Gewinnern und Verlierern der Fusion zu suchen, sondern gemeinsam an einem Strang zu ziehen und so zum Gelingen des Projektes beizutragen. Schließlich hätten beide Hochschulen ihre Stärken und Kompetenzen in die neue Universität eingebracht.

Eine wichtige Voraussetzung für eine positive Weiterentwicklung des Lüneburger Modells ist natürlich auch seine finanzielle Absicherung. Stratmann sagte zu, sich für konstante Budgets einzusetzen. Er kündigte außerdem an, dass die neue Universität Lüneburg vom Jahr 2006 an, wenn das Land Niedersachsen einen Teil des Haushaltes auf der Grundlage einer formelgebundenen Mittelzuweisung vergibt, mit einem Zugewinn an Mitteln in Höhe von 300.000 Euro rechnen könne.
Weitere Informationen: http://www.modelluniversitaet.de
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