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Sprache, Politik, Geschichte: Jens E. Olesen ediert Studia Nordica Greifswaldensia

17.01.2005 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

PM 009/2005

Vor wenigen Tagen hat der Greifswalder Ordinarius für Nordische Geschichte, Prof. Dr. Jens E. Olesen, den im Druckhaus Panzig in Greifswald sorgfältig produzierten 5. Band der Publikationen seines Lehrstuhls herausgegeben: "Studia Nordica Greifswaldensia". In dreizehn geglückten Artikeln legen darin Greifswalder Forscher den Stand der Greifswalder Nordischen Wissenschaft dar.

Historiker, Philologen, Literaturwissenschaftler und Politologen verweisen in dem Band auf die stolzen Traditionen der Nordeuropastudien, die in Greifswald bis in?s 18. Jahrhundert p. C. zurückreichen. Die aktuellen Aufsätze erlauben einen Einblick in die reiche Vielfalt des Greifswalder Schwerpunkts Ostseeforschung zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Die Sprachkontakte in den Ostseeländern (Sirkka-Liisa Hahmo) kommen in dem Band ebenso vor wie die altisländische Sprachgeschichte (Andrea de Leeuw van Weenen), der Brigittiner-Orden und die Union von Kalmar (Jens E. Olesen). Wie waren die Kontakte der Gelehrten im vorletzten Jahrhundert, was sind die Grundlagen des norwegischen Nationalstaates (Walter Rothholz)? Die umweltpolitischen Deutungsmuster in Schweden und Deutschland sind beleuchtet (Detlef Jahn) wie auch die Modernisierungstheorie und Entwicklung des Wahlrechts an der Ostsee (Hubertus Buchstein). Die gesellschaftliche Modernisierung um 1932/1933 in Schweden und Deutschland vergleicht Norbert Götz; die Sicherheitspolitik an der Ostsee erläutert Reinhard Wolf. Wie sicher sich die Skandinavier durch Rechtschreibreformen lavierten, beschreibt Christer Lindqvist. Die Kieler Gelehrtenkorrespondenz zwischen Theodor Möbius und Hugo Gering macht Hans Fix-Bonner noch einmal lebendig, während Walter Baumgartner die Leser mit der Schlagfertigkeit von Knut Hamsun in seinem Nachkriegsprozeß konfrontiert. Und wie und wo kam Louis Armstrong in der Lyrik von Skandinavien zu Ehren? Frithjof Strauß fand es heraus: "Der große Louis ist jetzt verstummt ..."

Die Einbandklappen zieren zwei schöne alte Landkartenstiche von Olaus Magnus 1539.

Jens E. Olesen (Hrsg.): Studia Nordica Greifswaldensia. Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte, Band 5. 282 Seiten, broschiert mit 2 Karten. ISBN 3-86006-227-1, 22 Euro; Greifswald 2004.

Info: Prof. Dr. Jens E. Olesen, Lehrstuhl für Nordische Geschichte,
Historisches Institut, Bahnhofstr. 51, 17487 Universität Greifswald,
Tel. 03834-86-3330, Fax 03834-86-3329, olesen@uni-greifswald.de
Weitere Informationen: http://www.uni-greifswald.de/~skanhist/
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