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Universität Osnabrück: Neuer Masterstudiengang "Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft"

19.04.2005 - (idw) Universität Osnabrück

Einst galt Ruhe als die erste Bürgerpflicht. Heute drängt ein überforderter Staat seine Bürger zu mehr Engagement und Eigenverantwortung. Weil sich Gesellschaften immer weniger politisch steuern lassen und nationale Regierungen mit mächtigen Mit- und Gegenspielern verhandeln müssen, wo sie früher eigenständig handeln konnten, hat sich auch das Regieren grundlegend verändert, so der Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Roland Czada. Dem trägt die Hochschule mit einem neuen Studienprogramm Rechnung: Ab dem kommenden Wintersemester bietet der Fachbereich den Masterstudiengang "Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft" (DRZ) an. Nur wenn die Bürgergesellschaft sich rührt, funktioniert auch der Staat. Diese in politikwissenschaftlichen Studien erhärtete Einsicht liegt einem Studienprogramm zugrunde, das zentral auf das Verhältnis von politischem System und Gesellschaft abhebt. Ein Grundmodul beschäftigt sich mit modernen Demokratietheorien, insbesondere mit den Grenzen des Mehrheitsprinzips und Verhandlungszwängen in einem von äußerer und innerer Machteilung geprägten politischen Umfeld, ein weiteres mit den Organisationen der Zivilgesellschaft. Der moderne, von der Kommune bis zur Europäischen Kommission reichende Mehrebenenstaat bildet einen zusätzlichen Schwerpunkt. Schließlich geht es um die Frage, wie ein zunehmender gesellschaftlicher Problemdruck in einem komplizierter werdenden politischen System verarbeitet wird.
"Der Studiengang ist eng an praktischen Gegenwartsproblemen orientiert und sowohl wissenschaftlich als auch berufspraktisch motiviert", betont Czada. "Das Lehrprogramm dient der Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs in einem Forschungsfeld, das bisher an keiner deutschen Hochschule so verankert ist. Und es qualifiziert für Berufe in der Politikberatung, bei Verbänden, Kammern, Parteien, Parlamenten, Stiftungen, nationalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen, Medien sowie in Bildungseinrichtungen."

Mit dem Masterangebot "Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen", dem Bachelor-/Master "Social Sciences" sowie dem stark nachgefragten Bachelor-/Masterprogramm "Europäische Studien" erreiche der Fachbereich eine eigenständige und qualitativ herausragende Profilierung in der deutschen Universitätslandschaft. "Mit dem neuen Angebot haben wir als erster Fachbereich die vollständige Umstellung unserer alten Studiengänge in neue, modularisierte Bachelor/Masterprogramme abgeschlossen", vermerkt Czada.

Im Programm DRZ stehen 25 Plätze pro Studienjahr zur Verfügung. Zulassungsvoraussetzungen ist die mit dem ECTS-Grad C (Deutsche Note 3,0) oder besser bewertete Bachelor-Prüfung oder ein vergleichbarer qualifizierer Studienabschluss in einem grundständigen Studiengang der Politikwissenschaft, Soziologie, Europäische Studien, Verwaltungswissenschaft, Kulturwissenschaften oder Volkswirtschaftslehre. Bewerbungen bis zum 15. Juli an: Universität Osnabrück, Dezernat Studentische Angelegenheiten, Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück; Tel. (0541) 969-4141; e-mail: studentensekretariat@uni-osnabrueck.de. Zulassungsantrag: http://www.uni-osnabrueck.de/219.html.

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Weitere Informationen:
Prof. Dr. Roland Czada, Universität Osnabrück,
Fachbereich Sozialwissenschaften,
Seminarstraße 33, D-49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969-6024, Fax +49 541 969-4600,
e-mail: roland.czada@uni-osnabrueck.de

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