Geprüfte Studenten mit Modenschau

24.01.2003 - (idw) Hochschule Wismar. Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung

Am Mittwoch, dem 29. Januar 2003, um 20:00 Uhr, wird sich sicher so mancher verwundert die Augen reiben, der an der öffentlichen Prüfung von Studenten des Studienganges Kommunikationsdesign und Medien teilnimmt. Auch wenn diesmal keine angehenden Schmuckdesigner ihre Arbeitsergebnisse präsentieren und es keinen speziellen Studiengang Modedesign an der Hochschule Wismar gibt, in der Wismarer Krämerstraße 13 werden im Rahmen einer Modenschau Produkte dreier Projekte den Urteilen des kritischen Publikums standhalten müssen.


Einladung zur "Junimond"-Kleider Modenschau
Entwürfe im Atelier des Studenten Carsten Kofalk Prof. Arwed Voß, der am Fachbereich Design/Innenarchitektur lehrt, betreute die Arbeit der Studentin Christine Kummer, die T-Shirts mit auswechselbaren Bildern präsentieren wird. Prof. Hanka Polkehn, am selben Fachbereich lehrend, betreute sowohl Sandra Gabbert wie auch Carsten Kofalk bei ihren experimentellen Entwürfen. Sandra Gabbert hatte Männerröcke in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Ob diese vorgeschlagene, von der Männerwelt im Allgemeinen kaum angenommene Bekleidung, demnächst zumindest von dem Studenten, der ab und zu auf dem Campus im Rock gesichtet wurde, getragen werden wird, bleibt abzuwarten. Carsten Kofalk schließlich wird acht Kleider zum Titel "Junimond" mit Hilfe von acht Studentinnen präsentieren.

Welch kreative Entwicklung und wieviel Detailaufwand unsichtbar hinter jedem der genannten Projekte steckt, können weder skizzenhafte Entwürfe noch lächelnde Laienmodels zeigen. So entstanden die "Junimond"-Kleider am Ende eines längeren Prozesses. Herr Kofalk z. B. fand die Muster des aktuellen Stoff- und Tapetenangebotes schlichtweg schrecklich, erstand lediglich in einem Secondhandshop einmal eine Krawatte, deren Muster ihn faszinierte und war von der Jazz-Version des Titels "Junimond" durch das Lisa Bassenge Trios so angetan, dass er schließlich eigene Muster und diese Musik zusammenführen wollte. Einfache Begriffe, wie Zeit, Augenaufschlag, Welt oder Warten verwandelte er am Rechner in jene Muster, die nicht einfach so ungenutzt bleiben sollten. Er wollte vom Rechner weg und echte Kleidungsstücke erstellen. Der Leiter der Werkstatt Satz/Druck, Herr Dirk-Olaf Anders, unterstützte den Studenten, als es darum ging, mittels Siebdruck, die Muster auf einfarbige Stoffe zu bringen. Die Wismarer Schneiderei Siem half, seine Modezeichnungen in Schnitte umzuwandeln. Und schließlich durfte Herr Kofalk, mit einer von der Nachbarin geliehenen Nähmaschine und ohne Vorkenntnisse, seine Entwürfe in dieser Schneiderei selbst umsetzen. Sogar an die Frisuren der Models dachte er und lässt sie vom Wismarer Friseur Jörg Zecher (fristyle) in Szene setzen. Auch beim Make-up wird er von Profis unterstützt werden. Für die Präsentation auch der anderen beiden Projekte stellte das Brauhaus den derzeit ungenutzten Ladenraum in der Krämerstraße zur Verfügung. Hochschule und Stadt, d.h. Studenten/Professoren und Unternehmer laden nun ein!

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Frau Prof. Polkehn. Tel.: (03841) 753 227 bzw. E-Mail: h.polkehn@di.hs-wismar.de oder Prof. Voß, ., Tel.: (03841) 753 214 bzw. E-Mail: a.voss@di.hs-wismar.de.