Arbeitsvermittlung in den Niederlanden wird durch Universität in Koblenz unterstützt

13.12.2006 - (idw) Universität Koblenz-Landau

Automobilbauer in der Provinz Limburg in den Niederlanden erhalten beim Ausscheiden aus dem Betrieb einen elektronischen Kompetenzpass, der ihre besonderen Fähigkeiten beschreibt. Die Informationen dafür werden vom Arbeitgeber und von Weiterbildungseinrichtungen bereitgestellt. Der Kompetenzpass soll eine effektivere Arbeitsvermittlung ermöglichen. Das Institut für Wissensmedien der Universität in Koblenz berät dieses Projekt in Fragen des Datenaustauschs.

Die Entwicklung des elektronischen Kompetenzpasses zielt insbesondere darauf, Arbeitskräfte schnell und flexibel nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses an neue Arbeitgeber vermitteln zu können. Das Kompetenzprofil der Personen muss hierzu in die Standardform des Passes eingebracht werden, so dass ein automatischer Abgleich mit aktuellen Stellenausschreibungen möglich ist. Die Überführung der Daten so unterschiedlicher Einrichtungen wie Arbeitsamt, diverser Bildungsanbieter und Arbeitgeber gehört zu den zentralen technischen Herausforderungen.

Entstanden sind die so genannten elektronischen Portfolios im Bildungsbereich. Sie sind vor allem in den USA und Großbritannien stark verbreitet. Künftig soll der Standard verstärkt auch in den Niederlanden genutzt werden. Das Institut für Wissensmedien der Universität in Koblenz hat die Aufgabe übernommen, dabei in der weitern Entwicklung beratend zur Seite zu stehen. In Deutschland sind die elektronischen Portfolios derzeit noch kaum bekannt. Langfristig stellen diese jedoch eine interessante Ergänzung zu den herkömmlichen Zeugnissen dar.

Kontakt:
Dr. Ingo Dahn
Institut für Wissensmedien
Tel. 0261-2871550
E-Mail: dahn@uni-koblenz.de