Vier Firmen engagieren sich gemeinsam als Stifter

16.11.2007 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg

Stiftungsprofessur für "Automatisierungstechnik/ Mechatronik" an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Gleich vier Firmen aus der Metropolregion Nürnberg unterstützten die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und finanzieren für die Dauer von fünf Jahren die Stiftungsprofessur "Automatisierungstechnik/Mechatronik" an der Fakultät Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik (efi). Stifter sind die Firmen Baumüller Nürnberg GmbH, der Standort Nürnberg der Division Automotive Systems der Continental AG, iSyst Intelligente Systeme GmbH sowie die Siemens AG Medical Solutions. Alle vier Firmen sind im Bereich der Mechatronik tätig und auf das perfekte Zusammenspiel von Hardware, Software und Mechanik angewiesen. Von der Stiftungsprofessur erhoffen sie sich Problemlösungen, die für alle vertretenen Branchen gleichermaßen gelten und auf die jeweiligen Spezialgebiete der Firmen übertragen werden können.

Die Firma Baumüller ist spezialisiert auf intelligente Antriebs- und Automatisierungssysteme. "Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich sein zu können, benötigt gerade der Mittelstand innovative Forschungseinrichtungen. Die Stiftungsprofessur ist ein wesentlicher Baustein um die Kompetenz der Metropolregion Nürnberg in Sachen Automatisierungstechnik und Mechatronik weiter zu schärfen. Nur wenn Wirtschaft und Wissenschaft eng zusammenarbeiten, können wir auf Dauer technisches Know-how und Arbeitsplätze in Deutschland sichern und erhalten ", so Andreas Baumüller, Geschäftsführer der Baumüller Nürnberg GmbH.

Continental Automotive Systems entwickelt und produziert Komponenten für die Bereiche aktive und passive Fahrsicherheit, Telematik- und Freisprech-Kommunikationssysteme, Antrieb und Komfort. "Die enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen der Region liegt uns schon lange am Herzen. Die langjährige, bewährte Kooperation unserer Firma mit der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und speziell mit dem Institut ELSYS hat sich als echte Win-Win-Aktivität herausgestellt. So profitieren die Studierenden in der Ausbildung bzw. durch die Mitarbeit in realen Projekten auf der einen Seite und wir können andererseits gut ausgebildete, neue Mitarbeiter für uns gewinnen und unmittelbar, ohne zu lange Einarbeitung einsetzen. Wir sind überzeugt, dass die Stiftungsprofessur in dem uns wichtigen Bereich Automatisierungstechnik / Mechatronik wesentlich zur Festigung und zum Ausbau dieser Beziehung zum beiderseitigen Nutzen beitragen wird.", so Dipl.-Ing.(FH) Peter Bertelshofer, Leiter Competence Center Electronic, Geschäftbereich Antrieb & Fahrwerk bei Continental Automotive Systems.

Siemens Medical Solutions steht für wegweisende Medizintechnologien und modernste medizinische Informationssysteme, Management-Beratung und Kundendienstleistung aus einer Hand. "Mit der Stiftungsprofessur möchten wir die Studierenden noch besser auf den Einsatz im Berufsleben vorbereiten. Sie können sich mit den unterschiedlichen Aspekten der verschiedenen Branchen auseinandersetzen und sich schon während des Studiums besser orientieren, wohin die eigene Entwicklung gehen soll. An der Ohm-Hochschule Nürnberg werden bereits bestens die Grundlagen vermittelt, wir wollen den Studenten zusätzlich die medizintechnische Sicht vermitteln - besonders wichtig im Medical Valley. Wir in der Medizintechnik stellen zum Beispiel ganz spezielle Sicherheitsansprüche", so Dr.-Ing. Knuth Götz vom Business Development im Geschäftsgebiet "Components" bei Siemens Medical Solutions in Erlangen.

iSyst Intelligente Systeme GmbH beschäftigt sich in der angewandten Forschung und Entwicklung mit Elektronischen Systemen zum Messen, Steuern und Regeln in mechatronischen Anwendungen. "Was wir hier machen, ist bisher absolut einmalig", betont der Geschäftsführer der Firma und ehemalige Prorektor der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Prof. Dr. Hans Rauch: "iSyst ist eine Firma, die aus dem Hochschulinstitut ELSYS heraus gegründet wurde. Ein Teil des Gewinns, den wir erwirtschaften, fließt nun über die Stiftung zurück an die Hochschule". Auch der Kontakt zu den anderen Stiftern lief über iSyst und die erfolgreiche bisherige Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule.

Win-Win-Situation

Der Stiftungsprofessor bzw. die Stiftungsprofessorin soll zum Wintersemester 2008/2009 berufen werden. Eine Projektgruppe zur Unterstützung der Stiftungsprofessur wird allerdings schon ab dem Wintersemester 2007/2008 aktiv sein. Sie besteht aus einem Ingenieur bzw. einer Ingenieurin einer Sekretariatskraft (halbtags) sowie einem kommissarischem Leiter, der diese Funktion im Nebenamt ausübt. "Mit dieser Übergangslösung können wir schon an den speziellen Problemstellungen im Bereich Automatisierungstechnik/Mechatronik arbeiten und auch die Studierenden können sich schon mit den unterschiedlichen Aspekten der verschiedenen Branchen vertraut machen", hebt Prof. Dr. Hans Rauch hervor.
"So kommt das Modell sowohl den Förderern als auch den Geförderten zu Gute und verschafft den Firmen wie der Hochschule einen Wettbewerbsvorteil. Es handelt sich also um eine klare Win-Win-Situation", freuten sich auch der Dekan der Fakultät efi, Prof. Dr. Reinhard Janker, sowie der Präsident der Hochschule Prof. Dr. Michael Braun.
Weitere Informationen: http://www.ohm-hochschule.de