114. Internistenkongress in Wiesbaden endet heute

02.04.2008 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

114. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
29. März bis 2. April 2008, Rhein-Main-Hallen Wiesbaden

114. Internistenkongress in Wiesbaden endet heute

Wiesbaden - Der 114. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden geht heute zu Ende. Rund 8.200 Teilnehmer besuchten von Samstag bis Mittwoch die verschiedenen Symposien und Vorträge und nahmen an Kursen, Symposien, Industriesymposien, Workshops und Patientenveranstaltungen teil. Zu den Schwerpunkten des Kongresses gehörten in diesem Jahr die molekulare Bildgebung, seltene Erkrankungen, und die Themen "Von Leitlinien zur Therapie des individuellen Patienten" und "Von der Grundlagen- zur Versorgungsforschung". Entsprechend stellte Kongresspräsident Professor Dr. med. Georg Ertl neueste internistische Forschung in den Vordergrund. Denn die letzten Jahrzehnte hätten - vor allem im Bereich der molekularen Medizin - zahllose Errungenschaften in der Behandlung innerer Erkrankungen gebracht: Gefäßstützen, Fortschritte in der Therapie der Herzschwäche, in der Transplantationsmedizin oder auch erste Erfolge in der Behandlung des Lungenhochdrucks. Kennzeichnend sei, dass medizinische Forschung Mediziner mit den Natur- aber auch Sozialwissenschaftlern, Psychologen und nicht zuletzt Philosophen vereint. "Mit ihnen zusammen arbeiten wir uns nicht nur von der Grundlage zur Krankheit vor, sondern versuchen auch von der Krankheit und ihrer erfolgreichen Behandlung ausgehend den Weg zurück zu ihren Grundlagen zu finden", betonte Professor Ertl im Rahmen des Kongresses.

Bei der Gestaltung des Programms legte der Vorsitzende der DGIM Gewicht darauf, dass Forschung möglichst unmittelbar dem Patienten zugute kommt. Eine bedeutende Rolle spiele deshalb klinische Forschung, denn vor allem sie sei patientenorientiert: "Inzwischen wurde erkannt, dass durch Wissenschaftler initiierte Studien einen wichtigen Stellenwert in der Forschungslandschaft einnehmen," sagt der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universität Würzburg. Jedoch sei dafür eine angemessene Infrastruktur zu schaffen, ohne die Forschung an Krankenhäusern nicht möglich sei.

Daran anknüpfend widmete die DGIM in diesem Jahr erneut ein umfassendes Programm ausschließlich Patienten, Angehörigen und Interessierten: Im Rahmen des Patiententages informierten internistische Experten in kostenlosen Seminaren, Vorträgen und Diskussionen über Erkrankungen von Herz, Magen und Darm, Lunge und Stoffwechsel. Im Rathaus und an Ständen auf dem Wiesbadener Schlossplatz standen sie Besuchern Rede und Antwort.

In der den 114. Internistenkongress begleitenden Industrieausstellung stellten sich 115 Firmen vor. Sie zeigten dort neue Produkte aus Pharmaforschung und Medizintechnik. Etwa 3.100 Quadratmeter Ausstellungsfläche der Rhein-Main-Hallen waren während des diesjährigen Internistenkongresses belegt.

Der Kongress endet wie jedes Jahr mit dem Wechsel der Präsidentschaft. Kongresspräsident für das Jahr 2008/2009 wird Professor Dr. med. Rainer E. Kolloch, Leiter der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld. Er übernimmt damit den Vorsitz der DGIM und löst Professor Ertl im Amt ab.

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