"Der Koran: Glaubensbuch und Weltliteratur"

02.02.2009 - (idw) Universität Erfurt

Ausstellungsführungen mit Prof. Bultmann am 4. und 11. Februar um 16 Uhr Die Universitätsbibliothek Erfurt zeigt noch bis zum 14. Februar 2009 die Ausstellung "Der Koran: Glaubensbuch und Weltliteratur". Am Mittwoch, dem 4. Februar 2009, sowie am Mittwoch, dem 11. Februar 2009 (jeweils um 16 Uhr), wird Prof. Dr. Christoph Bultmann vom Martin-Luther-Institut der Universität Führungen durch die Ausstellung anbieten. Zu sehen sind eine große Zahl an Koran-Übersetzungen aus den Beständen der Universitätsbibliothek und der Forschungsbibliothek Gotha.

Die Druckgeschichte von Koranübersetzungen begann in Basel 1543 mit einer lateinischen Übersetzung. Viele Theologen mussten damals Stellung zu der Frage beziehen, ob das Glaubensbuch des Islam überhaupt direkt bekannt werden sollte. Stellungnahmen dazu wurden auch in Wittenberg bei Martin Luther und Philipp Melanchthon eingeholt. Durch eine englische Übersetzung von George Sale, die 1734 in London und 1749 in einer deutschen Fassung in Leipzig erschien, wurde allmählich ein Weg zu einer neuen Betrachtung des Korans gebahnt. Im 19. und 20. Jahrhundert führte das Interesse am Koran als einem Werk der Weltliteratur zu einer großen Zahl von Übersetzungen in verschiedene europäische Sprachen.

Heute ist der Koran für Muslime und für Interessenten am interreligiösen Dialog in einem breiten Angebot an Übersetzungen zugänglich, die auch der sprachlichen Schönheit des originalen arabischen Textes gerecht zu werden versuchen.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr allgemein zugänglich (2. Etage, Ausstellungsraum). Weitere Führungen für Schulklassen sind nach Vereinbarung möglich.

Weitere Informationen/Kontakt:
Lehrstuhl für Bibelwissenschaften
Prof. Dr. Christoph Bultmann
Lehrstuhl für Westasiatische Geschichte
Konstanze Gemeinhardt-Buschhardt, M.A.
Universität Erfurt
T: 0361 737-2361 und -4442