TUB: Auszeichnung für jungen Physiker

16.11.2009 - (idw) Technische Universität Berlin

Dr. Michael Schmiedeberg von der TU Berlin wird mit dem Carl-Ramsauer-Preis geehrt Mit 28 Jahren hat Dr. Michael Schmiedeberg bereits seine Promotion abgeschlossen und nicht nur das: für seine wissenschaftliche Arbeit wird er am 18. November 2009 mit dem Carl-Ramsauer-Preis ausgezeichnet, den die physikalische Gesellschaft zu Berlin jährlich für hervorragende Doktorarbeiten in Physik und angrenzenden Gebieten der Naturwissenschaften vergibt.
"Colloidal particles on quasicrystalline substrates" so der Titel der Doktorarbeit von Michael Schmiedeberg, in der er mit Hilfe von Computersimulationen ein Kolloidsystem untersuchte, welches als Modell für die Bewegung und Anordnung von Atomen auf der Oberfläche eines sog. Quasikristalls dient. Quasikristalle sind Festkörper, die im Gegensatz zu gewöhnlichen Kristallen nicht periodisch sind. Aus dem Wissen über das Verhalten von Atomen auf der Oberfläche von Quasikristallen erhofft man sich neue Erkenntnisse über die Materialeigenschaften von Quasikristallen.
Entstanden ist seine Arbeit am Fachgebiet "Statistische Physik weicher Materie und biologischer Systeme" von Prof. Dr. Holger Stark.
Michael Schmiedeberg studierte Physik an der Universität Kaiserslautern, der Yale University in New Haven (USA) und der Universität Konstanz. Mit der Forschung zu seiner Doktorarbeit begann er zunächst in Konstanz. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit zog er zusammen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Holger Stark zunächst nach Göttingen an das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und im April 2007 schließlich an die TU Berlin, wo er 2008 die Promotion abschloss. Seit Juli 2009 hat er eine Postdoc-Stelle an der University of Pennsylvania in Philadelphia (USA).

Der Carl-Ramsauer-Preis wird zu Ehren des berühmten Physikers und ersten Leiters des AEG Forschungsinstituts, dem Experimentalphysiker Carl Ramsauer (1879 - 1955), seit 2002 jährlich von der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin vergeben. Ausgezeichnet werden jeweils vier hervorragende Doktorarbeiten in Physik und angrenzenden Gebieten der Naturwissenschaften.

In diesem Jahr findet die Preisverleihung im Rahmen eines Festkolloquiums an der Technischen Universität Berlin statt. Neben dem TU-Absolventen Dr. Michael Schmiedeberg werden Dr. Ingo Barth (FU Berlin), Dr. Matthias Scholz (HU Berlin) und Dr. Gorka Zamora-López (Universität Potsdam) ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 1.500 Euro dotiert.

Die Preisverleihung findet am 18. November 2009 um 17.15 Uhr im Eugene-Paul-Wigner-Gebäude der TU Berlin (Raum EW 202), Hardenbergstraße 36, 10623 Berlin statt.
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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Holger T. Grahn, Geschäftsführer Physikalische Gesellschaft zu Berlin e.V., c/o Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik, Tel.: 030/20377-318, E-Mail: htgrahn@pdi-berlin.de oder Bettina Klotz, Presse- und Informationsreferat der TU Berlin, Tel.: 030/314-27650, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de

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