Leibniz-Gemeinschaft erhält Zuwachs

30.11.2009 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Bei der Jahrestagung in Rostock am 27. November assoziierte die Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft das Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GEI). Außerdem gab es einen Wechsel im Amt des Vizeprä-sidenten: Neue Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft wird die Medizinerin Monika Stoll, geschäftsführende Direktorin am Leibniz-Institut für Arteriosklero-seforschung. Sie rückt nach für Eckart George, Direktor des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau, der nach vier Jahren im Amt ausschied. Die Leibniz-Gemeinschaft erhält Zuwachs: Bei der Jahrestagung in Rostock am 27. November assoziierte die Mitgliederversammlung einstimmig das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) aus Braunschweig. Damit zählt die Leibniz-Gemeinschaft nunmehr 90 Mitglieder, vier davon sind keine Vollmitglieder, sondern assoziiert.

Bereits im Frühjahr hatte der Wissenschaftsrat in einer Begutachtung empfohlen, das GEI in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern aufzunehmen, im Herbst folgte die Gemeinsame Wissenschaftskommission (GWK) dieser Empfehlung und be-schloss, das GEI - ebenso wie das bereits früher assoziierte Institut für Umweltmedizinische Forschung Düsseldorf - künftig als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft zu fördern. Offen ist noch der Zeitpunkt, zu dem die gemeinsame Förderung beginnt; er wird nach Angaben der GWK nach Maßgabe der finanziellen Gegebenheiten festgelegt werden. Bis dahin bleiben GEI und IUF assoziierte Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft.

"Wir freuen uns auf das Georg-Eckert-Institut", sagt Ernst Rietschel, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. "Das GEI verbindet Forschung mit Anwendungsnähe, deshalb passt es so gut in unsere Gemeinschaft." Vom Thema internationale Schulbuchforschung erhofft Ernst Rietschel sich "neue Impulse für alle Sektionen der Leibniz-Gemeinschaft und natürlich viele Kooperationen".

Die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaften haben sich in fünf thematische Sektionen gegliedert: Geisteswissenschaften und Bildungsforschung (A); Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften (B); Lebenswissenschaften (C); Mathematik, Natur- und In-genieurwissenschaften (D); Umweltwissenschaften (E). Das GEI wurde in die Sektion A assoziiert. Der langjährige Sprecher der Sektion A, Friedrich Hesse, Direktor des Leibniz-Instituts für Wissensmedien in Tübingen, freut sich ebenfalls über den Neuankömmling: "Das GEI mit seiner Kombination aus bildungswissenschaftlicher und g-schichtlicher Forschung stellt für viele Einrichtungen der Sektion A ein Bindeglied dar." Weitere Informationen in der Pressemitteilung des GEI unter:
www.gei.de/de/presse-oeffentlichkeit/das-gei-in-den-medien/pressemitteilungen.html

Bei der Jahrestagung in Rostock gab es auch einen Wechsel im Amt des Vizepräsiden-ten der Leibniz-Gemeinschaft. Nach vier Jahren schied Eckart George, Direktor des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau aus. Mit großer Mehrheit wählte die Mitgliederversammlung die Medizinerin Monika Stoll, geschäftsführende Direktorin am Leibniz-Institut für Arterioskleroseforschung in Münster, zur wissenschaftlichen Vizepräsidentin. Monika Stoll wird im Präsidium unter anderem für Fragen der Evaluation zuständig sein; siehe auch Pressemitteilung des LIFA unter
www.lifa-muenster.de/News-Presse.93.0.html

Pressekontakt
Josef Zens
Pressesprecher der Leibniz-Gemeinschaft
Schützenstraße 6a
10117 Berlin
Tel.: 030 / 20 60 49-42
Fax: 030 / 20 60 49-55
E-Mail: zens@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie vier assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesamtgesellschaftlich relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagen-, Groß- und anwendungsorientierter Forschung. Sie legen neben der Forschung großen Wert auf wissenschaftliche Dienstleistungen sowie Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Das externe Begutachtungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft setzt Maßstäbe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 6.400 Wissenschaftler, davon wiederum 2500 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,2 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 244 Mio. Euro pro Jahr.

www.leibniz-gemeinschaft.de