Heike Spaderna für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Herz- und Lungentransplantation ausgezeichnet

29.04.2010 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Mainzer Psychologin erhält Forschungspreis der International Society for Heart and Lung Transplantation (Mainz, 29. April 2010, lei) Dr. Heike Spaderna vom Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Herz- und Lungentransplantation den mit 12.000 US-Dollar dotierten Nursing and Social Science Research Award erhalten. Der Preis wird alljährlich von der International Society for Heart and Lung Transplantation vergeben. Spaderna konnte die Auszeichnung am 24. April beim Jahreskongress der Fachgesellschaft in Chicago entgegennehmen.

Dr. Heike Spaderna ist seit 1997 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig und leitet die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte prospektive Studie Warten auf ein neues Herz. Sie führt die Studie in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gerdi Weidner, Professorin an der San Francisco State University und DFG-Mercator-Gastprofessorin an der Universität Mainz, und der Eurotransplant International Foundation durch. Ziel dieser Studie ist es, die psychosozialen und verhaltenstypischen Patientenmerkmale zu identifizieren, die während der Wartezeit auf eine Transplantation neben dem medizinischen Risiko die Prognose beeinflussen. Wie Spaderna zeigt, haben Patienten, die auf eine Organspende warten, ein erhöhtes Risiko nach einem Jahr verstorben oder wegen gesundheitlicher Verschlechterung von der Warteliste abgemeldet worden zu sein, wenn sie bereits zu Beginn ihrer Wartezeit unter depressiven Symptomen litten und sozial isoliert waren. Patienten ohne diese Risikofaktoren haben dagegen eine größere Chance, wegen gesundheitlicher Verbesserung von der Warteliste abgemeldet zu werden.

Mit dem Preisgeld von 12.000 US-Dollar werden wir nun im Rahmen der Studie auch untersuchen, ob es bestimmte Patientenmerkmale gibt, die für die Implantation von mechanischen Kreislaufunterstützungssystemen sprechen, und welche Rolle dies für den weiteren Verlauf spielt, teilte Spaderna mit.

An der Studie Warten auf ein neues Herz beteiligen sich 17 Kliniken: 16 aus Deutschland, eine aus Österreich. Dazu gehören unter anderem das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Bad Oeynhausen (Prof. Dr. Gummert), das Universitäre Herzzentrum Hamburg GmbH (Prof. Dr. Reichenspurner), die Herzchirurgische Klinik der Universität München (Prof. Dr. Reichart), und die II. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz (Prof. Dr. Thomas Münzel).

Kontakt und Informationen:
Dr. Heike Spaderna
Psychologisches Institut
Abteilung Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Binger Str. 14-16
55099 Mainz
Tel. +49 (6131) 39-39 166
Fax +49 (6131) 39-39 154
E-Mail: spaderna@uni-mainz.de
Weitere Informationen: http://psycho.sowi.uni-mainz.de/abteil/pp/spaderna.html http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19804987 http://www.ishlt.org/