Welchen Einfluss hatte die Stasi?

15.10.2013 - (idw) Evangelische Hochschule Berlin (EHB)

DDR-Kinderheime stehen erstmals im Fokus einer umfassenden wissenschaftlichen Aufarbeitung.
Einladung zur wissenschaftlichen Diskussion: Menschenrechtsverletzungen in DDR-Heimen. Ein Phänomen des Sozialismus?

Die Fachtagung findet im Rahmen des Projekts Vertiefende Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR statt, das vom Bundesministerium des Inneren gefördert wird und an der Evangelischen Hochschule Berlin angegliedert ist.

Datum: Freitag, 18.10.13 ab 15 Uhr bis
Samstag, 19.10.13, 17 Uhr
Ort: Evangelische Hochschule Berlin Fast eine halbe Million Kinder durchliefen die Heime der Jugendhilfe in der DDR. Überall in diesen Einrichtungen stellte die SED die Umerziehung zum sozialistischen Menschen in den Mittelpunkt, angefangen bei den Säuglingsheimen bis hin zu den Jugendwerkhöfen. Psychische und physische Gewalt, medizinische Freiheitsberaubung und weitere Menschenrechtsverletzungen wurden systematisch für dieses höhere Ziel eingesetzt. Viele Betroffene leiden bis heute darunter, denn für sie hat es, anders als in der Bundesrepublik 2008 mit dem Runden Tisch, nie eine Aufarbeitung gegeben. Brennende Fragen aus dieser Zeit sind immer noch offen, vor allem, ob und in welchem Ausmaß das Ministerium für Staatssicherheit Einfluss auf die Heimerziehung und einweisungen hatte.

Die interdisziplinär angelegte Fachtagung wird sich über den aktuellen Stand der Forschung austauschen. Namhafte Referenten und Teilnehmer diskutieren unter anderem über die Erziehungspraxis in Dauerheimen für Säuglinge und Kleinkinder, über Rechtsfragen und Fragen der Zwangsarbeit sowie über Umerziehung im europäischen Kontext. Der Ombudsmann der ehemaligen Heimkinder Prof. Peter Schruth zieht eine erste Bilanz und auch Wissenschaftler aus der Schweiz und Österreich, die sich um die Aufarbeitung der Heimerziehung in ihrem Land verdient gemacht haben, werden mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen.

Prof. Dr. Karsten Laudien, Organisator der Tagung, wird zudem den gerade fertiggestellten Heimatlas der DDR vorstellen und berichtet über die Ambitionen der Staatssicherheit Einflüsse auf die Jugendhilfeausschüsse zu nehmen.

Die Fachtagung findet im Rahmen des Projekts Vertiefende Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR statt, das vom Bundesministerium des Inneren gefördert wird und an der Evangelischen Hochschule Berlin angegliedert ist.

Bitte wenden Sie sich für die Akkreditierung und bei weiteren Fragen an:
Ingrid Banciu Koordinatorin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0176/82149539
E-Mail: fachtagung-ddr-heimerziehung@outlook.de Weitere Informationen:http://www.ddr-heimerziehung.dehttp://goo.gl/66UeSg (Dropbox zur Tagung) Anhang
Programmflyer der Tagung