Sprechen vor dem Werk

16.11.1998 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Dr. Jean-Christophe Ammann wird Honorarprofessor

FRANKFURT. Dr. Jean-Christophe Ammann, Leiter des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main,ist Honorarprofessor der Goethe-Universität. Prof. Dr. Werner Meißner, Präsident der Goethe-Universität, hat dem gebürtigen Berliner am Montag, 16. November um 10.45 Uhr im Senatssaal, Juridicum, 10. Stock die Urkunde verliehen.
Ammann, der sich als Lehrbeauftragter schon seit dem Wintersemester 1992/93 im Institut für Kunstpädagogik am Fachbereich Klassische Philologie und Kunstwissenschaften engagiert, promovierte 1966 an der Universität Fribourg mit einer Arbeit über Louis Moillet. Bevor er 1989 die Leitung des Museums für Moderne Kunst übernahm, leitete er von 1968 bis 1977 das Kunstmuseum Luzern und von 1978 bis 1988 die Kunsthalle Basel. Neben einer regen Publikationstätigkeit und der Organisation zahlreicher internationaler Ausstellungen ist er insbesondere für sein Engagement in der Auseinandersetzung mit Künstlern und Publikum bekannt. Unter seiner Leitung erlangte das Museum für Moderne Kunst internationale Bekanntheit und wurde ein vielbeachteter Ort der künstlerischen Avantgarde.
Ammanns kunstpädagogisches Konzept ist das des "Sprechens vor dem Werk": Mit intimer Werkkenntnis eröffnet er den Diskurs zwischen Kunstwerk und Betrachtern und kann somit Studierenden einen Weg zur zeitgenössischen Kunst ebnen. Seine seit dem Wintersemester 1992/93 regelmäßig angebotenen "Bildbetrachtungen im Museum", die im Museum für Moderne Kunst stattfinden, stoßen auf große Resonanz.