STERN-Test: Dresdens Mathematiker sind Spitze beim Internationalen Austausch

21.06.1999 - (idw) Technische Universität Dresden

"Als Spitzenreiter in Mathematik wird die Technische Universität Dresden präsentiert", hieß es vergangenen Dienstag (15. Juni 1999) auf der Bonner Pressekonferenz des Magazins "Stern", des Studienführers "Start" und dem CHE (Centrum für Hochschulentwicklung). Knapp 20.000 Studenten und über 4.000 Professoren füllten für dieses mehrdimensionale Ranking, in dem 62 Universitäten/Gesamthochschulen und 78 Fachhochschulen einbezogen wurden, detaillierte Fragebögen aus. Der 258 Seiten dicke Hochschulführer "Start" ist seit heute im Handel erhältlich.

"Bei aller Relativität von Rankings ist es sicher angenehm, auf einem vorderen Platz zu stehen", freut sich Professor Johannes Terno, Prodekan für Mathematik. "Ein Blick auf die umfangreichen gesammelten Daten gibt Anlaß, Gutes, was schon für selbstverständlich gehalten wurde, wieder stärker ins Blickfeld zu rücken, aber auch Kritisches aufzudecken, zu hinterfragen und nach Möglichkeiten zur Verbesserung zu suchen." Der Rektor der TU Dresden, Professor Achim Mehlhorn, betrachtet - mit einer gewissen Distanz zu Rankings - das gute Abschneiden der Mathematiker als Ausdruck der konzentrierten und hervorragenden Lehrarbeit: "Dabei ist nicht zu vergessen, daß die Mathematiker nicht nur ausgezeichnet ihre eigenen Studenten ausbilden, sondern auch Ingenieure, Naturwissenschaftler, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler."

Das Ranking würdigt vor allem die Internationalisierung der Fachrichtung Mathematik an der TUD: Mit Abstand erreichte die Fachrichtung bundesweit die höchste Note. Knapp 50 Prozent der Studenten studieren zeitweilig im Ausland oder sind Gäste im Fachbereich, etwa jeder dritte Mathematikstudent hat ein bis zwei Auslandssemester absolviert - zumeist auf persönliche Vermittlung eines Professors. Tradition haben bei der Ausbildung der Mathematiker auch der Nachweis von vier Semesterwochenstunden Fremdsprachenausbildung sowie von zehn bis zwölf Stunden Ausbildung in einem nichtmathematischen Fach.
Und die Studenten fühlen sich, so eines der Testergebnisse, in Dresden ausgezeichnet betreut. Professor Terno: "Bei einem guten Verhältnis - zahlenmäßig und persönlich - von wissenschaftlichem Personal und Studenten ist sicher manches einfacher zu realisieren. Ich hoffe auch, daß dieses Ranking ein wenig dazu beiträgt, die Bedeutung der Mathematik als Querschnittswissenschaft und als Triebfeder für Technologie und Wirtschaft in das Bewußtsein der Gesellschaft zu rücken."

Nicht nur die Mathematik, sondern auch die Fachbereiche Jura, Informatik, Physik, Wirtschaft und Chemie hat der Studienführer evaluiert nach Kriterien wie dem Urteil von Professoren und Studenten, der durchschnittlichen Studiendauer, der Betreuung, dem Studentenaustausch, der Ausstattung und dem Einwerben von Drittmitteln.
Die Fachrichtung Physik und Chemie der TU Dresden erhalten Spitzennoten. Die Dresdner Physiker benötigen 11,8 Semester im Durchschnitt für das Studium. Nur die Studenten drei anderer Unis sind etwas schneller. Die Chemiker führen die Evaluationsliste beispielsweise beim Internationalen Austausch und dem Betreuungsverhältnis Professoren zu Studenten an.
Die Dresdner Informatiker und Wirtschaftsinformatiker zeichnen sich nach dieser Evaluierung vor allem durch die Internationale Ausrichtung und eine durchschnittlich kurze Studienzeit aus. Mit diesen Kriterien befinden sie sich in der Spitzengruppe.

Birte Urban, Telefon (03 51) 4 63-30 37