Eröffnung der neuen Universitäts-Zahnklinik in Jena am 10. November

05.11.1999 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Großes Interesse an neuer Zahnklinik

Jena (05.11.99) "Es existierten noch nie solche guten Bedingungen für die Zahnmedizin in Jena - in Lehre, Forschung und Krankenversorgung", freut sich Prof. Dr. Heinz Graf. Der Geschäftsführende Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Friedrich-Schiller-Universität spricht vom neuen Gebäudekomplex in der Jenaer Innenstadt. Alle ambulanten Abteilungen der Zahnklinik sind dort vor kurzem in die Holzmarkt-Passage eingezogen. Die feierliche Eröffnung findet am 10. November statt.

Aus technischen und hygienischen Gründen war der Umzug aus der Bachstraße in die City notwendig geworden. Im neuen Gebäudekomplex steht nun für Studenten und Patienten zeitgemäße Technik zur Verfügung. Der Umbau des Gebäudes in Jenas Zentrum und die Ausstattung hat fünf Millionen Mark gekostet, bestätigt Oberarzt Dr. Stefan Kopp, der unermüdlich die neue Klinik und den Umzug geplant hat. "Ziel war eine kostengünstige Umsetzung aus der Bachstraße ohne Flächen- und Funktionsmehrung", erläutert Prof. Graf. Es entstand eine raum- und organisationsoptimierte Klinik mit freundlicher, heller Atmosphäre, die keinen Vergleich mit Privatpraxen scheuen muss. "Die gute Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten soll fortgeführt werden", dämpft Prof. Graf etwaige Befürchtungen, die auf Grund des Patientenansturms in den ersten Tagen aufkeimten. Über 250 neue Patienten suchten die Universitäts-Zahnklinik "An der alten Post 4" - so die aktuelle Adresse - auf.

Neben der Neugier auf das moderne Gebäude trieb sie auch das Interesse an den Neuerungen der Klinik. Die Patienten melden sich nun an einer zentralen Aufnahme an. Ein Aufnahmearzt untersucht Erstpatienten in einer zentralen Einrichtung und organisiert dann die fach- und sachgerechte Weiterbehandlung in den einzelnen Polikliniken des Zentrums. Darüber hinaus wird die gesamte Jenaer Zahnklinik jetzt mit einem geschlossenen Sterilisationssystem betrieben, was in der Praxis eine maximale Sicherheit für den Patienten bedeutet. "Unsere Klinik ist damit die erste Klinik in Europa, in der dieses System in allen Abteilungen verwendet wird", unterstreicht Dr. Kopp. Ein digitales Röntgensystem bildet eine weitere wichtige Innovation. Alle Röntgenbilder werden digital im zentralen Bildarchivierungssystem des Uni-Klinikums gespeichert. Daraus leitet sich eine neue Dimension des Strahlenschutzes ab. Unabhängig davon, in welcher Klinik der Friedrich-Schiller-Universität der Patient behandelt wird, können die bereits vorhandenen Röntgenaufnahmen innerhalb weniger Minuten auf dem Bildschirm der entsprechenden Abteilung betrachtet werden. "Dadurch werden Doppelaufnahmen vermieden - ganz zu schweigen von der hohen Qualität der Röntgenbilder und des vollständigen Datenschutzes im Sinne des Patienten", versichert Prof. Graf.

Auch die Studierenden können sich über beste Bedingungen im neuen Gebäude freuen. Wenn ausreichende Patientenzahlen - die beste Voraussetzung für eine realitätsnahe Ausbildung - zur Verfügung stehen, ist die Zukunft der Lehre auf hohem Niveau gesichert. Unterstützt wird dies durch den neuen, großen und klimatisierten Behandlungssaal sowie ein zahntechnisches Labor für Studenten, das zusätzlich eingerichtet wurde. Es stellt sicher, dass die Patienten zeitoptimiert mit Teilkronen, Kronen etc. versorgt werden können. Für das kommende Jahr ist geplant, den studentischen Behandlungssaal ebenfalls mit digitaler Technik zum Betrachten der Röntgenbilder auszurüsten.

Unter diesen beinahe optimalen Bedingungen fällt es dann auch kaum auf, dass die Klinik für nur 50 Studierende pro Studienjahr geplant wurde, "während längst im Schichtbetrieb unter Einsatz aller verfügbaren Kapazitäten in der Lehre 57 Zahnmediziner ausgebildet werden", sagt der Kliniksdirektor.

"Wir werden dieses neue Potenzial nutzen, um in der Ausbildung der Studierenden, der Behandlung unserer Patienten und im Wettbewerb um Forschungsmittel weiterhin eine führende Rolle zu spielen", verspricht Prof. Graf.

Hinweis für die Medien:
Zur offiziellen Eröffnung der neuen Universitäts-Zahnklinik am 10. November sind die Medien herzlich eingeladen. Ab 14.00 Uhr werden im Kinosaal 1 des "Cinestar" (Holzmarkt 1) Vertreter des Freistaates, der Medizinischen Fakultät und der Stadt sprechen; gegen 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit, das neue Klinikgebäude zu besichtigen.


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