Dortmunder Fans hatten am Ufer die Klappe vorn

21.05.2001 - (idw) Universität Dortmund

Die schnellsten Ruderer der Revier-Universitäten studieren in Bochum. Das Team der Ruhr-Universität hat am gestrigen Spätnachmittag (20.05.2001) den ersten Uni-Cup Ruhr auf dem Baldeneysee gewonnen. Auf der 500-Meter-Distanz belegte der "Vierer ohne" der Universität Essen den 2. Platz. Den dritten Pokalrang fuhr die Crew der Universität Dortmund ein.

Der Startschuss zum 1. Uni-Cup-Ruhr fiel am Sonntag um 17:30 im Rahmen der 91. Hügel-Regatte Essen. Die Sieger aus Bochum konnten als Erste den vom Initiativkreis Ruhrgebiet gestifteten Wanderpokal entgegennehmen. Überdies gewannen die Blau-Männer ein Trainingsskiff.

Immerhin waren die Boote der fünf Universitäten des Ruhrgebiets mit herausragenden Ruderern besetzt, von denen sieben sogar für den "Deutschland-Achter" nominiert sind. Die acht Ruderer aus Bochum und Dortmund sowie ein Essener Sportler hatten sich vor wenigen Jahren schon einen Namen als Weltmeister und Vizeweltmeister im Achter der unter 23-jährigen gemacht. Im Essener Boot saßen auch ein früherer Juniorenweltmeister und ein Silbermedaillengewinner.

Zu den Besonderheiten der Regatta gehörte, dass Ulf Siemens für Dortmund und sein Bruder Arno bei der Konkurrenz ruderte - er ist an der Essener Uni eingeschrieben.
Neben der Faszination "Schnelligkeit" zählt aber auch der Sportsgeist "Dabei sein". Er zeichnete das Ruder-Team der Mercator-Universität Duisburg und die jungen Ruderer der Privat-Uni Witten-Herdecke aus, die das Rennen nicht den großen Favoriten allein überließen.

Die Dortmunder Uni - darin waren sich am Ufer des Baldeneysees alle einig - verdiente sich inoffiziell zumindest einen Fan-Pokal. Die per Bus angereist hellblau eingekleidete Schar vergnügter Schreihälse übertönte eindeutig die Anhänger der Sieger und das heimische Publikum ohne große Mühe. Auf der Ehrentribüne konnte Prominenz aus den Hochschulen und der Wirtschaft da kaum mithalten - zufrieden mit der Premiere waren am Ende alle.

Der Initiativkreis Ruhrgebiet hofft, dass sich aus dem gelungenen ersten Wettbewerb eine Tradition entwickelt, die sich eines Tages mit dem berühmten jährlichen Rennen der Studenten von Oxford und Cambridge vergleichen lässt.