Honorarprofessur der TU Clausthal an Prof. Dr.-Ing. Bruno Prinz

17.07.2001 - (idw) Technische Universität Clausthal

Professor Dr.-Ing. Bruno Prinz wurde vom Rektor der TU Clausthal, Professor Dr. Ernst Schaumann, zum Honorarprofessor ernannt. Professor Prinz hält seit 1990 als Lehrbeauftragter Vorlesungen für "Spezielle Gebiete des Gießereiwesens" mit Schwerpunkt Metallurgie und Gießereitechnik der Nichteisenmetalle.


Bei der Ernennung: (v. l. n. r.) Prof. Dr. Ernst Schaumann, Professor Dr.-Ing. Bruno Prinz und Frau Prinz. Geboren 1939 in Düsseldorf, erlernte Bruno Prinz den Beruf des Formers bei der Eisengießerei Gustav Pleissner in Elze/Hannover. Nach dem Umzug der Familie nach Köln setzte er die Ausbildung bei der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz in Köln fort.

Von 1964 - 1969 studierte Bruno Prinz Gießereiwesen an der TU Clausthal und wurde 1973 mit einer Arbeit über "die Erstarrungskinetik ternärer Legierungen" bei Professor Dr. Eberhard Schürmann promoviert.

Professor Prinz war lange Jahre, von 1974 bis 1996, bei der Metallgesellschaft AG in Frankfurt am Main tätig, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Prokurist, Abteilungsleiter und zuletzt als Mitglied der Laborleitung und Geschäftsführer des Metall-Laboratoriums. Eine abwechslungsreiche, fordernde Tätigkeit, denn sie bot Raum für konzeptionelle Entwicklungsprojekte und verlangte kurzfristige technische Problemlösung an Ort und Stelle.

Seine Arbeitsgebiete sind die Metallurgie und Gießereitechnik, die Umformtechnik und Fertigungstechnik, die Anlagenplanung und als Werkstoffe die Eisen- und Aluminium-Gußwerkstoffe, Leichtmetall- und Schwermetalllegierungen. Seine wissenschaftlichen Ergebnisse legte er in über achtzig Beiträgen für Fachzeitschriften nieder. Seit 1990 nahm er nebenberuflich an der TU Clausthal einen Lehrauftrag für "Spezielle Gebiete des Gießereiwesens" mit Schwerpunkt Metallurgie und Gießereitechnik der Nichteisenmetalle wahr.

1996 verließ er die Metallgesellschaft AG und folgte dem Ruf auf die Professur für Metallurgie und Gießereitechnik an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Neben wissenschaftlicher und praktischer Ingenieurstätigkeit widmete sich Professor Prinz der Ausgestaltung der Lehre in seinem Fachgebiet. Als Prodekan des Fachbereichs "Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie" der FH Gießen-Friedberg war Professor Prinz an der Entwicklung des neuen, modular strukturierten Studiengangs "Materialtechnologie" beteiligt.