Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik an Universität Bamberg gegründet

01.10.2001 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Seit 1. Oktober 2001, hat die Universität Bamberg offiziell eine neue, zusätzliche Fakultät: Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik. Mit acht Lehrstühlen bzw. Professuren verfügt sie jetzt über eine Stelle mehr als zur Gründung einer Fakultät notwendig sind. Einige Stellen befinden sich allerdings noch im Besetzungsverfahren. Gründungsdekan ist der Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Elmar J. Sinz.
Im Endausbau soll die neu gegründete Fakultät nach den Planungen der Hochschulleitung zwölf Lehrstühle bzw. Professuren haben.

Die neue Fakultät, die im Frühjahr letzten Jahres vom Freistaat Bayern zur Errichtung genehmigt wurde, gliedert sich in die Bereiche:
Angewandte Informatik, Informatik und Wirtschaftsinformatik.
Folgende Studienprogramme werden ab kommendem Wintersemester an der neuen Fakultät angeboten:
Der Diplomstudiengang Wirtschaftsinformatik (bisher an der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften); im Rahmen dieses Studiengangs gibt es seit einem Jahr zusätzlich einen Studienschwerpunkt Medieninformatik; erstmals kann nun der Diplomstudiengang Wirtschaftspädagogik mit dem Schwerpunkt Informationstechnologie studiert werden. Ebenso neu ist der gemeinsam mit der Universität Essen geplante "Virtuelle Weiterbildungsstudiengang Wirtschaftsinformatik", der zu einem Masterabschluss führt.
Daneben erbringt die neue Fakultät Service-Leistungen für eine Reihe anderer Studiengänge, so als Wahlpflichtfächer in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Darüber hinaus ist Wirtschaftsinformatik als Wahl- oder Nebenfach in allen Diplom- bzw. Magister-Studiengängen der Universität Bamberg wählbar.
Damit trägt die neue Fakultät stark zur Profilbildung der vornehmlich geistes-, kultur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlich geprägten Universität bei. Neben der wechselseitigen Verflechtung mit den Wirtschaftswissenschaften, insbesondere den Fachgebieten Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik, ergeben sich Bezüge zunächst zu den Kommunikationswissenschaften, zur Psychologie und Pädagogik. Verbindungen zu den Geschichts- und Geowissenschaften kommen nach der derzeit laufenden Besetzung eines neuen Lehrstuhls für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften hinzu.
Strukturpolitisch werden die Geisteswissenschaften an der Universität Bamberg weiter aufgewertet und die regionale Erschließungsfunktion der Universität wird gestärkt, kommentierte Rektor Prof. Dr. Dr. Godehard Ruppert die Gründung der neuen Fakultät. Darüber hinaus diene der Ausbau der Informatik und Aufbau der Angewandten Informatik nicht nur der Standortsicherung der Universität, sondern liege auch im Interesse des Landes. (GB)